Montag, 5. März 2018

Mandala am Montag (8)

Ersteinmal wollte ich sagen, dass ich mich echt richtig freue, dass meine Mandalas bzw. Texte euch zum Nachdenken anregen.
Danke für eure lieben Kommentare!

Aber nun zu meinem heutigen Thema:



WIR

Das Wort Wir beschreibt in erster Linie eine Gemeinschaft. Worauf sie sich im einzelnen bezieht, bleibt dem Moment oder der Situation überlassen.

Vielleicht habt ihr ja auch gleich spontan eine Gemeinschaft im Kopf, über die ihr euch Gedanken macht. Zum Beispiel eure eigene Familie, eure Partnerschaft, die Gruppe Arbeitskollegen, der man angehört, oder eine Freundschaft, eine Schulklasse oder was auch immer.
Es gibt bestimmt etwas, dass bei euch ein Wir-Gefühl weckt.

Neben kleineren anderen Gemeinschaften steht bei mir meine eigene Familie im Vordergrund. Mein Mann und unseren beiden Kinder.
Wir haben ein sehr starkes Wir-Gefühl.
Wir halten immer fest zusammen und der eine denkt an den anderen. Das ist ein gutes Gefühl.
Man fühlt sich aufgehoben und geborgen, wenn es in einer Gemeinschaft “passt“.

Es gibt eine Tatsache, die unseren Gemeinschaftssinn aber noch wesentlich verstärkt hat. Unser Sohn.
Er ist Autist. Es gibt gewisse Dinge, die sein Wohlbefinden enorm beeinträchtigen.
Eines davon ist, wenn wir vier nicht beieinander sind. Wenn einer fehlt.
Wir müssen deswegen nicht ständig aufeinander hocken. Aber wenn einer mal weg ist, hat er dafür dann die Gewissheit, dass bald wieder alles im Lot ist.
Ich muss zugeben, wir haben länger gebraucht um das rauszufinden.
Er war damals neun Jahre alt (am Samstag wird er 11), als es ihm endlich möglich war, uns mitzuteilen, dass es für ihn so unerträglich schlimm ist, dass der Papa Schicht arbeitet. Da haben sich Vater und Sohn nämlich nur alle zwei Wochen von Montag bis Freitag gesehen.
Seit Anfang Januar hat mein Mann glücklicherweise keine Schicht mehr.
Die beiden können sich nun jeden Tag sehen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was das bei unserem Sohn ausgelöst hat.
Es gibt so viele positive Auswirkungen.

So kann man wirklich sagen, dass eine gesunde Beziehung/Gemeinschaft auch im wahrsten Sinne des Wortes, gesund hält.

Ich hoffe, dass ihr auch einer Gemeinschaft angehört, die euch gut tut, in der ihr euch geborgen fühlt.
Und ich wünsche uns allen, dass es immer wieder tolle Momente gibt, in denen wir stolz sagen: “Ein Hoch auf UNS!“

Angela

P.S. Auch hier in der Blogger-Gemeinschaft fühle ich mich wunderbar aufgehoben, und freue mich, über diese Plattform Menschen kennen gelernt zu haben, die sich gegenseitig inspirieren, animieren oder auch unterstützen.
Ihr seid großartig!




Kommentare:

  1. Oh, ein ganz schwieriges Thema ist das und wie schön zu lesen, was so bei Euch los ist. Ich stelle es mir nicht immer leicht vor, herauszufinden, was dem Sohn hilft und gefällt, zumal das bestimmt nicht immer harmonisiert mit den anderen dreien der Familie. Schön, daß Ihr das so meistert.

    Mein wir ist auch meine Familie, aber ich bin immer mehr wir als die anderen. Ich fühle mich auch oft stark verbunden mit fremden Anderen (also keine Familie) und merke dann schockiert und enttäuscht, daß ich in ihrem wir so gar nicht vorkomme. Das kränkt mich sehr. Auf der anderen Seite bin ich so gar kein Herdentier, kein Mitläufer, der man aber auch ein bisschen sein muß für ein harmonisches wir.
    Ein interessantes Thema!

    Nana

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    1. Das eine schließt das andere nicht aus. Du kannst Individualist sein und trotzdem Gemeinschaftssinn haben!
      Eine Gemeinschaft besteht aus Individuen, da sind natürlich nicht automatisch alle gleich.
      Ich z.B. bin auch absolut kein Mitläufer, war ich nie, ich habe mich sogar meist bewusst abgegrenzt, indem ich total gegen den Mainstream war und noch bin. Ich bin sogar sehr gerne allein. Das ist wichtig für mich. Unter anderem lädt es meine Akkus auf.
      Trotzdem kann ich mich dann in der Gemeinschaft meiner Wahl klar einordnen und ein Teil von ihr sein.
      Ich denke, das ist normal bei Mamas, dass sie dazu neigen mehr “wir“ zu denken und zu handeln als der Rest der Familie.
      Wir sind der Mörtel, der das Haus beisammen hält : )
      LG Angela

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  2. Es ist wie bei Dir, meine Familie ist das allerwichtigste und erst danach kommt alles andere.
    Ein sehr schönes Thema ist das und wie immer ein wundervolles Mandala dazu.
    glg Susanne

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Ich freu mich, dass Du mir schreibst. Danke ; )

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